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Der Vergangenheit begegnen – für die Gegenwart und Zukunft stark machen

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Wale und Elche beschäftigen sich im Rahmen des Religionsunterrichtes mit dem Holocaust und Antisemitismus

Im Religionsunterricht haben sich die Elche und Wale ausführlich mit den 5 größten Weltreligionen beschäftigt. Dazu recherchierten sie viel und stellten sie sich in kleinen Präsentationen vor. Besuche in der Moschee und der Synagoge sowie ein Besuch eines alevitischen Religionslehrers machten das neue erworbene Wissen noch anschaulicher und erlebbarer.

Auf dem Hintergrund dieses Wissens wurde auch der Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus in Ansätzen zum Thema im Religionsunterricht. Aber ist dies bereits ein Thema für die Grundschule?

Nach Abschluss dieser Unterrichtsreihe kann man es klar mit einem „Ja“ beantworten. Anhand eines Bilderbuches über die tiefe Freundschaft von zwei Mädchen zur Zeit des Nationalsozialismus bekamen die Kinder einen Einblick in die Geschehnisse der damaligen Zeit. Sehr sensibel nahmen sie Stellung zu der Geschichte und äußerten ihre Meinung. Aufkommende Fragen wurden im Unterricht, zu Hause und durch das gemeinsame Anschauen der Serie „Der Krieg und ich“ aufgenommen und im Gespräch miteinander thematisiert und beantwortet. Wichtig war dabei immer der intensive Austausch. Auf diese Weise begegneten sie der Vergangenheit aber mit dem Ziel sie für die Gegenwart und Zukunft stark zu machen gegen einen immer wieder in der Gesellschaft auftretenden Antisemitismus. Herr Eumann, vom „Runden Tisch Riehl“ stellte mit unserer Schule eine wunderbare Kooperation auf die Beine. Er besuchte zusammen mit Herrn Rafi Rothenberg, dem Vorstand des Landesverbandes der Gemeinden des liberalen Judentums, unsere Schule und stellte sich vielen Fragen der Kinder zu diesem Thema. Gemeinsam beschäftigten sie sich dabei auch mit den Stolpersteinen. Die Kinder setzen sich mit dem Sinn dieser Steine auseinander und lernten einige Schicksale, der auf den Steinen eingravierten Namen jüdischer Einwohner in Köln kennen. Die Kinder waren sehr bewegt von den Schicksalen und setzen sich tatkräftig dafür ein die Steine zu säubern und zu polieren, damit sie auffallen und zum Hinschauen anregen. Sie legten Blumen nieder und zündeten eine Kerze an. Im Anschluss daran interviewten sie Menschen im Stadtteil Riehl und fragten diese nach ihrer Meinung zu den Stolpersteinen. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass es so wichtig ist diese Steine in Riehl und in ganz Deutschland als Zeichen der Erinnerung gegen das Vergessen zu sehen, damit sich die Geschichte niemals wiederholt. Gemeinsam gegen das Vergessen und sich stark machen für eine Gegenwart und Zukunft in der die Vielfalt unserer Gesellschaft gelebt und gefeiert wird. Die Kinder waren bewegt und stolz darauf, dass sie gerade schon als Kinder dabei mithelfen können und ein Zeichen setzen konnten.